zurück in die Kykladen

Über Kea – mit zwei Liegetagen vor der Bar – segeln wir nach Syros. Der Haupthafen Ermoupolis ist uns zu Industrie lastig und die dortige Marina unbewirtschaftet und deshalb durch alle möglichen Boote okkupiert, außerdem bei Meltemi ziemlich schwellig. Wir finden an der Nordmole von Foinikas einen sicheren Platz. Zwischen den Fischern gehen wir an einem italienischen Dauerlieger ins Päckchen, den Bug in Windrichtung und in der Abdeckung eines Hauses kann uns der kommende Meltemi nichts anhaben. Die Boote an der Südmole, vor allem die, die außen liegen werden in den nächsten drei Tagen ordentlich durchgeschüttelt. Leider gehen auch einige Gangways zu Bruch, da sie nach Benutzen nicht hoch genug gezogen wurden.

auf den Hügeln die Kirchen Agios Nikolaos und Anastasis,
unten Hafenparkplatz

Wir haben CALYPSO gut versorgt und wollen die Insel erkunden. Abends treffen wir die Crew der SY VIGO beim Essen und verabreden uns für den nächsten Tag.
Rasch sind einige Scooter organisiert und es kann los gehen.

Blick auf die Hafeneinfahrt von Ermoupolis/Syros

Vor allem von Chios, aber auch aus anderen Regionen und dem Ausland strömten die Vorfahren der heutigen Bewohner auf das Eiland. Erst dadurch setzte sich der orthodoxe Glaube auf der vorher überwiegend von Katholiken bewohnten Insel durch (so dass heute, im Gegensatz zu fast ganz Griechenland, das Verhältnis der Konfessionen 50:50 ist).

Aufstieg zur Bischofs-Kathedrale St. Georg

Dennoch ist sie heute noch Hauptsitz der Region Südliche Ägäis und bildet somit noch Handels- und Verwaltungszentrum dieser Region. Mehrere Kulturgüter (Theater, Museen, Bibliotheken etc.) gibt es zu besichtigen und im Gegensatz zu den meisten anderen Inseln der Kykladen gibt es ein Krankenhaus und eine Hochschule.

Gasse in Ano Syros
Ankerplatz im Ormos Varis an der Südküste

An den Inseln Rineia und Delos vorbei, geht es in die Ayios Annas-Baraga auf Mykonos. Wir verbringen in der ruhigen Bucht nur eine Nacht vor der Weiterfahrt nach Ikaria. Während der Passage konnten wir erkennen, dass die Buchten der Inseln voll mit Ankerliegern sind und vor dem Hafen von Mykonos gerade vier Kreuzfahrer ihre erlebnishungrige Fracht ausladen. Wir verschieben einen Besuch auf des nächste Jahr!
Mit gutem Wind geht es am nächsten Morgen nach Osten weiter. Flott haben wir die 45 sm bis Ikaria abgespult und die gefürchteten Fallböen auf der Südseite sind dank frühzeitigem Reffen auch auszuhalten. Der örtliche Hafen scheint uns für die kommende Wetterentwicklung nicht sicher, in der benachbarten unbewirtschafteten Marina von Agios Kirykos dürfen wir an einem griechischen Segler längsseits gehen und können so die Insel beruhigt erkunden.

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