Nisyros

Die Großsegel- Reparatur hat ihre Feuertaufe bestanden. Bis 18 kts (wahrer Wind) konnten wir am Wind noch ordentlich trimmen. Die Nähte haben gehalten. Als wir in Paloi einlaufen werden wir schon von den schnelleren TAMIS und BLUE PEARL erwartet und an einen Liegeplatz heran gewunken. So liegen die drei Boote einträchtig beieinander. Hier kann man gutes Wasser bunkern und die Gasflasche bei Manos K. tauschen. Dort bekommt man auch Mietfahrzeuge um die Insel zu erkunden, es gibt Duschen, WC und eine Waschmaschine/Trockner, alles vom Feinsten. Wer ein Taxi, Diesel oder Boot-Service braucht wendet sich an Manos K. Freundlich und hilfsbereit werden alle Anliegen aufgenommen und wenn irgend möglich gelöst, nicht immer sofort aber doch zuverlässig.

Hafen Paloi/Nisyros

So mieten auch wir mit Sissy und Michael einen Kleinwagen, um nun innerhalb weniger Tage, die Insel ein zweites Mal zu erkunden. Gemeinsam besuchen wir die   schon bekannten Krater

Die schweflige Kraterlandschaft Nisyros

 

der „Hafen“ von Avlaki/Nisyros

und – neu – ganz im Süden einen Minihafen mit neuer Mole mit Beleuchtung,  einer trickreichen Einfahrt und nur 60 cm Wassertiefe.

Hier wohnt nur keiner mehr, der das nutzen könnte. Dafür gibt es am nahen Strand eine Thermalquelle, deren warmes Wasser die Bucht zu einer Badewanne macht. Insgesamt ein schöner, abwechslungsreicher Tag, wenn da nicht der türkische Gület-Captan gewesen wäre!!!

Der Hafenmeister ist wohl ausgezogen

 

 

 

 

 

 

Als wir nach Paloi zurückkommen, wird uns von Stephan eine unglaubliche Geschichte erzählt: Ein Gület-Kapitän versuchte sein über 30 m langes und 7,5 m breites, mehr als 100 to schweres Schiff, entgegen aller lautstark vorgetragenen Proteste, in eine Lücke zu zwängen, in der vorher ein 4 m breites Segelboot gelegen hatte.

Der Schaden Verursacher

gebrochene Relingsstütze

Diese Lücke befand sich genau zwischen der BLUE PEARL und der TAMIS. Das konnte einfach nicht gut gehen. Durch den Seitenwind wurde die Gület auf TAMIS gedrückt und prüfte die Haltekraft deren Anker aufs heftigste. Diese Aktion war so geräuschvoll, dass der halbe Ort an den Platz des Geschehens eilte, um alles genauestens beobachten zu können. Genau beobachtet hat auch Carola, die geistesgegenwärtig ihr Handy aktivierte und den Vorfall auf Video festhalten konnte – immer gut für Polizei und Versicherung. Leider war der Schaden an TAMIS nicht unerheblich, wogegen die Gület nur einige „Abschürfungen“ aufwies. Nicht genug! Nachdem das Schiff dann an der gegenüberliegenden, mit viel freiem Platz gesegneten Hafenseite angelegt hatte, schickte der Captan seine Crew, um – wie er es nannte – den  leichten Schaden – in Abwesenheit des Eigners –  sofort zu reparieren. Er wollte die verbogenen Relingstützen wieder geradebiegen und den Abgesplitterten Schandeckel wieder „annageln“ lassen, „sodass der Eigner gar nichts merkt“. Dank Stephans Durchsetzungsvermögen konnten die „Helfer“ TAMIS jedoch nicht betreten und stattdessen wurde die Hafenpolizei bemüht, die kurzerhand eine Auslaufsperre für beide Schiffe verhängte, bis die Sache geklärt sei. Der Schaden an TAMIS war so erheblich, das die Versicherung einen Gutachter schickte, der auch einen Schaden am Vorschiff feststellen musste. Alle Versuche des Captans und seines „Agenten“, das ganze unter der Hand billig zu erledigen, wurden abgelehnt, worauf der Captan versuchte, seine Unschuld zu reklamieren (klappte nicht, dank Video).

Die Hafenpolizei hat dann mit den Gutachtern und den Eignern das Problem gelöst und nach Zusage der Kostenübernahme wurden die Schiffe wieder frei gegeben. Die BLUE PEARL wurde bei der Aktion glücklicherweise nicht beschädigt.
Auf den Schreck haben Carola und Stephan am nächsten Abend zum Grillen auf die BLUE PEARL eingeladen. Danke für den schönen Abend.

Wind:  NW 3-5 Bft

Etmal: 19 sm

 

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