Samos2

Die Bucht Kerveli gefällt uns sehr und so sind wir gleich noch eine Nacht geblieben (Der Anker hat nach dem zweiten Manöver dann auch leicht die Böen bis 25 kts ausgehalten). Auch, weil der Wetterdienst West mit 6 Bft angesagt hat, das ist uns für die Passage durch die Straße von Samos dann doch etwas zu viel.

Am nächsten Tag dann, können wir bei moderaten Winden aus südlichen Richtungen die Straße von Samos aufkreuzen. Diese Meerenge läßt an der schmalsten Stelle mal gerade 1,7 km zwischen der Türkei und Griechenland, also auch zwischen Europa und Asien,  die wiederum nur knapp zur Hälfte zum Aufkreuzen genutzt werden kann, es sei denn, man wechselt schnell die Gastlandflaggen. Dabei sollte man sich aber von den türkischen Grenzschützern auf dem Inselchen Bayrak oder der griechischen Küstenwache nicht erwischen lassen, das könnte teuer werden. Winddreher und Fallwinde gestalten unsere Passage mit, nebenbei schauen wir auch in die kleinen Buchten an der Südküste von Samos mit klarem Wasser und Sand- oder Kiesstrand  – sie heißen Sideras, Posidonio, Klima, Koukouro und Psili Ammos  und prüfen sie auf Ankermöglichkeiten.

Die Marina rufen wir über Funk mehrmals an, ohne eine Antwort zu erhalten. Bei der Einfahrt können wir in die „Rezeption“ sehen, dort steht der Marinero, saugt genüßlich an seinem Frappes (kalter Kaffee mit Eiswürfeln aufgeschlagen) und flirtet mit der Rezeptionistin. Ein anderes Boot fordert Unterstützung beim Ablegen, wohl ein Dauerlieger und wir sollen Position halten. Später fährt er voraus und weist uns einen Liegeplatz zu. Leider reicht er uns eine schon belegte Mooringleine und wir fahren den Anleger nochmal. Während des Manövers ruft er uns ständig Kommandos zu und hält die leine gefährlich nahe an unseren Propeller, sodaß ich ihm bedeute er möge einfach abwarten und Ruhe bewahren. Darauf sagt er, ich sei nicht der Kapitän der Marina und ich entgegne, aber der der CALYPSO. Nach dem kleinen Macho-Scharmützel liegen wir gut für die Arbeiten, die in den nächsten Tagen zu erledigen sind. Dazu gehört neben kleinen Reparaturen, Einkaufen, Wäsche waschen, natürlich auch eine Inselrundfahrt mit dem Scooter. Die Liegegebühren liegen mit 35€/d (Kosten für Wasser und Strom sind entgegen der Preisliste im Internet bereits inkludiert) im oberen mittleren Bereich für Griechenland. Die Sanitäranlagen sind einfach, werden aber sauber gehalten und Waschmaschinen und Trockner gibt es gegen Bezahlung.

Spilios Amos an der Straße von Samos

Restaurant Kalypso, sehr gutes Essen, freundlicher Service

die Landebahn von Samos, vorne Wasser hinten Berge

herrlicher Ankerplatz

Zwei Tage später legt sich die CINA von Manuela und Hans an unsere Steuerbordseite. Wir hatten uns schon auf Lesbos und Chios getroffen. Freudig wird beschlossen, am Abend gemeinsam zum Essen zu gehen. Dort lernen wir Susanne und Armin von der JALIN und Herbert, Eigner einer 46er Hanse kennen. Herbert kennt sich in Samos gut aus, da er schon viele Jahre in der Marina zu Gast ist. Es wird ein lebhafter und unterhaltsamer Abend.  Dabei wird beschlossen, Marathokampos, einer neuen Marina  noch ohne Verwaltung im Südwesten der Insel am nächsten Tag einen Besuch abzustatten.

Wind: anfangs  5 Bft, später 3-4 Bft mit Böen

Etmal: 14 sm

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